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09.05.10 19:01

Mentaler Abnehmkurs


Zu viel Gewicht ist häufig eine Frage des Kopfes


Ideomotorik oder auch Carpenter Effekt

Von dem englischen Physiologen W. B. Carpenter (1813-1885) beobachteter und als ideomotorisches Gesetz bezeichneter Tatbestand, dass die blosse Vorstellung von Bewegungen solche unwillkürlich auszulösen vermag.

Phänomene wie etwa das Muskellesen und das Glasrücken versucht man mit diesem Prinzip zu erklären.

Psychomotorisch oder (nach William James) ideomotorisch heissen Vorstellungen, die auf physiologische (und nicht psychokinetische) Weise ohne besonderen Willensantrieb kurzschlussartig Bewegungen und Handlungen hervorrufen.

Das Automatische Schreiben und das Pendeln z. B. gehören zu den ideomotorischen Erscheinungen.

Entsprechend verwendet man ideosekretorisch (z. B. Speichelabsonderung bei der blossen Vorstellung zu essen), ideosensorisch (Mit-Leiden, halluzinatorische Schmerzempfindung, die eine Vorstellung begleitet) und ideoplastisch.

Zur Ideoplastik wird unter anderem die Stigmatisation gerechnet, aber auch die Scheinschwangerschaft (hysterische Schwangerschaft, Schleich 1925).

Manche Autoren sehen in der normalen Ideoplastik einen Vorläufer der paranormalen Ideoplastie.

„Ideomotorik“ ist ein zentraler Begriff der Hypnotherapie. In der Trance einer Hypnose werden z.B. mit dem Patienten Muskelreaktionen vereinbart, um ihn nonverbal „antworten“ zu lassen. Das könnte heißen, dass der Patient die rechte Hand hebt, wenn sein Un(ter)bewusstes auf Fragen des Therapeuten ja sagen will, und die linke bei einem Nein. Ebenso gehört zur Ideomotorik die Levitation, bei der der leitende Therapeut eine Handbewegung durch Ansprache veranlasst, die nicht vom Willen des Klienten gelenkt wird.
Diese Reaktionsweisen könnten ebenfalls in der Ätiodiagnostik verwendet werden, sind aber sehr aufwendig und zeitintensiv und zudem nicht für alle Untersuchungsformen ideal.
Auch der Muskeltest, der das hypnotische Reaktionsverfahren abkürzt, basiert zumindest teilweise auf der Ideomotorik

Time Line Methode .....

..ist als therapeutische Technik bereits seit den 70er Jahren durch die beiden Pionier des NLP, Richard Bandler und John Grindler bekannt.

In den 80er Jahren entdeckte der Hypnosetherapeut Tad James, dass die bloße Vorstellung der Zeitachse genügt um eine therapeutische Wirkung zu erzielen.

Bei der Arbeit mit der Time Line geht es darum belastende Erlebnisse aus der Vergangenheit zu erkunden und das Erleben positiv zu verändern. Dies bedeutet, das die negativen Ereignisse zwar im Gedächtnis erhalten bleiben, jedoch wird der Umgang damit positiv verändert.

Alle negativen Erlebnisse und Gefühle, die Sie im Laufe Ihres Lebens gespeichert haben, liegen in Ihrem Unterbewusstsein begraben. Gerade diese verschütteten Ereignisse machen uns das Leben oft so schwer. Auf neue Ereignisse reagieren wir, gesteuert durch unsere unterbewusst gespeicherten Erfahrungen, ohne das uns dies bewusst ist. Tatsache ist aber das diese seelischen Blockaden den Energiefluss im Körper behindern und daraus seelische wie körperliche Schäden resultieren können.

Was verstehen wir unter Psychosomatik

Darunter versteht man die Betrachtungsweise und Lehre der Krankheiten, die sich körperlich äußern und dabei teilweise oder ganz psychisch verursacht werden.

Das psychosomatische Verständnis geht davon aus, dass sich Körper und Seele gegenseitig beeinflussen.

Katalepsie

Unter Katalepsie versteht man Steifheit der Skelettmuskulatur. Es gibt Patienten  Klienten, die Verspannungen haben, oder bestimmte Körperteile nicht richtig bewegen können, obwohl es dafür keine erklärbare Ursache gibt. In diesem Fall haben wir das Phänomen der Katalepsie. Katalepsie kann aber auch als Bewegungsunfähigkeit im psychischen Sinn betrachtet werden.
Mögliche Selbstsuggestion oder Suggestion der Umwelt als Ursache:
„Wenn Du Dich bewegst, hast Du große Schmerzen.“
„Wenn ich etwas verändere, werde ich leiden müssen.“
Geeignete Gegensuggestion des Therapeuten:
„Sanfte und langsame Bewegungen tun Ihrem Körper gut und Sie spüren eine wohltuende Wärme und Entspannung in dem sonst empfindlichen Körperbereich.“
„Vielleicht wird es nicht besser, wenn es anders wird, aber damit es besser werden kann, muss es anders werden. Haben Sie Vertrauen in diese Veränderung und denken Sie an die Vorteile, die sie Ihnen bringt.“

Analgesie/Anästhesie

Sie kennen dieses Phänomen, wenn Sie  sich schneiden oder irgendwo runterstürzen, dass Sie im ersten Moment kein Schmerzempfinden haben, aber danach feststellen, dass Sie sich doch ziemlich verletzt haben. Das sind analgetische oder anästhetische Phänomene im Alltag. Bei der praktischen Arbeit haben wir das Phänomen der Analgesie und Anästhesie insbesondere bei Patienten, die sich selbst verletzen, z.B. durch „Blutigkratzen“ oder durch Haareziehen, extremes Fingernägelkauen oder sonstige selbstschädigende Handlungen.
Mögliche Selbstsuggestion oder Suggestion der Umwelt als Ursache:
„Indianer kennt keinen Schmerz.“
Geeignete Gegensuggestion des Therapeuten:
„Schmerz ist ein Warnsignal des Körpers und von jetzt an achtest Du ganz genau auf das, was Dein Körper Dir mitteilt. Niemand möchte seinem Körper schaden.“

Überempfindlichkeit

Das psychische Phänomen der Überempfindlichkeit haben wir bei Patienten mit körperlichen Beschwerden, für die es keine medizinische Ursache gibt, beispielsweise unklare Magenbeschwerden oder Phantomschmerzen nach Amputation von Gliedmaßen. Im psychischen Sinne sind es Menschen, die zu Affektlabilität neigen.
Mögliche Selbstsuggestion oder Suggestion der Umwelt als Ursache:
„Wenn Du laut genug weinst kommt jemand und tröstet Dich.“
Geeignete Gegensuggestion des Therapeuten:
„Dein Körper möchte Dir etwas mitteilen. Es macht wenig Sinn, zu jammern, werde aktiv und höre auf das, was Dir Dein Körper mitteilen möchte. Übernimm die Kontrolle und Verantwortung über die körperlichen Prozesse.“

Posthypnotische Suggestionen

Posthypnotische Suggestionen sind Suggestionen, die gegeben werden, während jemand in Trance ist und die dann über die Zeit nach der Trance andauern. Hat man z.B. einem Kind eine Gute - Nacht Geschichte vorgelesen, die einen beängstigenden Inhalt hat, kann das dazu führen, dass das Kind durch diese Geschichte in Trance fällt und in dieser Trance diese beängstigende Geschichte in sein Unterbewusstsein ungefiltert und kritiklos aufnimmt und dementsprechend auf den Inhalt dieser Geschichte reagiert. Beispielsweise eine Kastrationsangst, nachdem die Geschichte vom Daumenlutscher vorgelesen wurde, oder eine Angst vor Dunkelheit, wenn die Kinder z.B. Horrorgeschichten o.ä. mitbekommen, z.B. weil die Zimmertür auf ist und die Eltern im Wohnzimmer entsprechende Filme schauen.
Sie sehen also, die Möglichkeit eine junge unschuldige Seele für das spätere Leben ungünstig zu programmieren ist fast unbegrenzt.
Mögliche Selbstsuggestion oder Suggestion der Umwelt als Ursache:
„Wenn Du nicht die Leistungen erbringst, verlierst Du Deinen Job.“
Geeignete Gegensuggestion des Therapeuten:
„Es gibt keine ersichtlichen Gründe, warum man Sie entlassen sollte. Sie leisten gute Arbeit und Ihr Chef kann zufrieden mit Ihnen sein.“

Altersregression

Bei der Altersregression handelt es ich um ein sehr häufiges psychisches Phänomen, das bei allen psychischen und psychosomatischen Störungsbildern zu beobachten ist.
Die jeweilige Person lebt emotional oder gedanklich in der Vergangenheit.
Im Alltag kennen wir dieses Phänomen bei Kindern, die jüngere Geschwister haben und sich plötzlich wieder so verhalten wie das jüngere Geschwisterchen, um die entsprechende Aufmerksamkeit zu bekommen. Anhand dieses Beispiels wird ziemlich deutlich, welches Ziel die Altersregression befolgt. Der Patient hat als Kind bestimmte Schutzverhalten entwickelt, die ihn vor Strafmaßnahmen geschützt haben.
Stellte der Patient in seiner Kindheit z.B. fest, dass er durch Verbergen seiner Gefühle, dem Zorn der Eltern entfliehen konnte, wird er als Erwachsener in genau derselben Situation, in der er für sein Verhalten eine Bestrafung erwartet, ebenfalls lügen, ohne dass er es bewusst steuern kann. Oder es wird eine Verunsicherung auftreten, eine entsprechende Körperhaltung, oder eine Sprach- und Ausdrucksveränderung, wie man sie bei Kindern beobachten kann.
Mögliche Selbstsuggestion oder Suggestion der Umwelt als Ursache:
„Gib etwas zu, was Du nicht getan hast, damit Du Deine Ruhe hast.“
„Kinder müssen keine Verantwortung tragen, also verhalte Dich wie ein Kind.“
Geeignete Gegensuggestion des Therapeuten:
„Damals dachten Sie es sei besser, aber heute wissen Sie, dass es sich lohnt, für sein Recht zu kämpfen.“
„Kinder brauchen keine Verantwortung zu tragen – das ist richtig – aber Sie sind ein erwachsener Mensch mit allen Rechten und Pflichten, also fangen Sie an, das Gefühl der Verantwortung für sich und Ihr Leben zu genießen.“

Altersprogression

Die Altersprogression ist das Gegenteil der Altersregression. Hierbei handelt es sich häufig um Patienten, die extrem verschuldet sind und die mit Geldeinnahmen rechnen, die erst in der Zukunft auf sie zukommen und zum gegenwärtigen Zeitpunkt aber schon verplant werden. Das Phänomen der Altersprogression beobachten wir in positiver Form auch häufig bei Kindern, die sehr viel mit älteren Menschen zusammen sind, also beispielsweise mit älteren Geschwistern oder Erwachsenen. Dann kann es vorkommen, dass Kinder ihr Verhalten entsprechend weiterentwickelt haben, als es für den entsprechenden Altersdurchschnitt zu beobachten ist.
Mögliche Selbstsuggestion oder Suggestion der Umwelt als Ursache:
„Sei ein großer Junge.“
„Bei der guten Rentabilitäts -  Vorschau für nächstes Jahr kann ich beruhigt noch einen größeren Kredit aufnehmen.“
Geeignete Gegensuggestion des Therapeuten:
„Genieße Deine Kindheit, sie kommt nie wieder zurück.“
„Verplanen Sie nur das Geld, das Sie heute zur Verfügung haben.“

Amnesie

Das hypnotische Phänomen der Amnesie beschreibt einen Erinnerungsverlust, der kurzfristig oder langfristig erlebt werden kann.
Beispiel: Während eines Verkehrsunfalls, ist der Patient nicht in der Lage sich zu erinnern, wie es zu diesem Unfall kam. Hierbei handelt es ich um eine Schutzmaßnahme, um den vermeindlich bevorstehenden Tod, oder mit dem Unfall einhergehenden Schmerzen, nicht bei vollem Bewusstsein zu erleben. Gleichzeitig gelingt es jedoch in den meisten Fällen, unter Hypnose dieses Ereignis wieder zu erinnern, auch wenn die entsprechenden Ausschnitte als vergessen geglaubt sind. Mögliche Selbstsuggestion oder Suggestion der Umwelt als Ursache:
„Wenn Du Dich daran erinnerst, musst Du Dein Leben lang mit der Erinnerung leben.“
Geeignete Gegensuggestion des Therapeuten:
„Wenn die Gefühle, die mit dieser Erinnerung verdrängt wurden, freigesetzt werden, verringern sich auch Deine körperlichen Symptome.“

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